Nur ein kurzer Zwischenstopp in San Francisco

Nur ein kurzer Zwischenstopp in San Francisco

Die Unterkunft in San Francisco hatte ich erstmal für drei Tage gebucht, um dann zu schauen wann ich einen günstigen Flug nach New York finden würde. Inzwischen hatte ich nun auch eine Einladung zum Assessment Center und somit ging dann auch meine Weltreise ihrem Ende entgegen.

Für günstige Direktflüge hätte ich noch mindestens eine Woche in San Francisco bleiben müssen, kurzfristig ging es nur mit Spirit über Nacht mit einem Zwischenstopp in Dallas. Spirit ist quasi die US Kopie von Ryan Air. Über Nacht mit Zwischenstopp schien erst nicht so optimal, aber die Direktflüge gingen schon um 6 Uhr morgens los, da hätte ich auch mitten in der Nacht aufstehen müssen und ohne Taxi wäre ich nicht mal zum Flughafen gekommen. Es wurde also Spirit.

Ich benötigte so sogar nur zwei Nächte in San Francisco, aber zu meiner positiven Überraschung bekam ich das Geld für die dritte Nacht sogar ohne wenn und aber zurück. Die Jugendherberge (HI Fisherman's Wharft) war auch sonst super. Man blickte quasi direkt auf die Bucht mit der Golden Gate Bridge. Und mein 10'er Dorm war jeweils nur mit drei Gästen belegt.

Revival

Ist zwar schon zehn Jahre her der letzte Urlaub in Kalifornien und somit auch in San Francisco, aber beim Schlendern durch die Straßen fügten sich doch so nach und nach die Puzzelstücke zusammen.

Touri-Meile

Am ersten Abend bin ich weil's das naheliegendste war auch erstmal zur Fishermen's Wharf zum Crab Chowder essen gegangen. Das ist so eine Art Krabbensuppe, die in einem kleinen ausgehöhltem Brot serviert wird. Durch das Brot ist man dann auch echt satt und da es viele nicht mal schaffen, wird man die ganze Zeit von Möwen belagert, die nur darauf warten die Reste abzubekommen.

Ist natürlich nicht die beste Gegend San Franciscos, da man da unter Hunderten anderer Touristen ist. Trotz der noch höheren Dichte an Touristen-Nippes-Geschäften ist aber die Gegend beim Pier 39 doch eine Empfehlung wert. Waren wir noch in Neuseeland auf einer netten, aber auch teuren Wildlifetour, wo wir unter anderem Seelöwen gesehen haben, kann man hier in San Francisco gleich Dutzende direkt vom Pier aus der Nähe beobachten, also völlig für lau.

Die Klassiker in San Francisco

Die Klassiker habe ich diesmal ausgelassen, da wir diese ja schon beim letzten Besuch mitgenommen hatten. Trotzdem sei hier doch noch erwähnt, dass der Besuch von Alcatraz sicher sein Geld wert ist, wobei man auf alle Fälle die Audiotour machen sollte, da es nur dann richtig gut ist. Diesmal waren die Karten auch nur bis zum nächsten Tag ausverkauft. Es können aber auch mal mehr sein. Deshalb am besten vorher schon drum kümmern oder zumindest gleich am Ankunftstag, falls man länger in San Francisco ist.

Zweiter Standard sind natürlich die Cabelcars. Erst durch diese sind damals die höheren Gegenden in San Francisco attraktiv geworden. Inzwischen kommt man natürlich auch mit jedem Bus oder Auto den Berg hoch, ist halt ein nettes Stück Geschichte, was man hier noch in Aktion erleben kann.

Zur Golden Gate bin ich aber schon auch diesmal noch hin, da ich eh mal wieder laufen wollte. Die Laufstrecke selbst war auch ein Revival, da an dem Hostel vorbei bis zu Golden Gate damals die ersten Meilen des Marathons gingen den ich ganz und Katrin halb mitgelaufen waren. Auch diesmal war, wie fast jeden Tag in San Francisco, dichter Nebel. Selbst als ich mehr oder weniger direkt unter der Golden Gate Bridge stand (kurz einfach nur The Bridge, von den Locals genannt!), konnte ich diese nur zu einem Bruchteil sehen.

Stadtführung

Passender Weise wurde dann auch noch eine kostenlose Stadtführung angeboten. Es waren nur vier Stunden zu Fuß durch San Francisco. Als unser Guide hörte, dass ich noch nach New York kommen würde, erzählte er von einem recht bekannten Tourguide dort, der dort auch bei der Jugendherberge eine Tour anbieten würde, die insgesamt 14 Stunden dauern soll.

Das nette an der Tour war, dass es mehr darum ging die umliegenden Wohnviertel näher kennenzulernen und kein reines Abklappern der Klassiker, auch wenn davon natürlich auch ein paar dabei waren, wie zum Beispiel die Lombard Street, das Cable Car Museum und der Coit Tower.

Schon damals fragte ich mich, ob man in der doch recht netten Lombard Street denn auch gerne wohnen würde? Schließlich muss man ja dann auch damit leben, dass ständig Mengen an Touristen vor der Haustür vorbeikommen. Aber es gibt viel nettere Ecken, die einem fast schon vergessen lassen, dass man in einer Grossstadt ist.

Immer wieder reicherte Henry unser Tourguide das ganze mit ein paar Anekdoten und Bilder oder Zeitungsartikeln an, die er in einer Ordner dabei hatte. Es ist so ein recht kurzweiliger, aber auch anstrengender Vormittag. San Francisco ist doch sehr hügelig. Die haben schließlich nicht ohne Grund damals das Cable Car entwickelt.

Feierabend

Einen Vorteil hatte der späte Flug über Nacht dann aber noch: so hat man Zeit für ein Feiabendbierchen. Mit einem meiner Zimmernachbarn ging es dann erst zu In and Out Burger (übrigens das erste Burgerrestaurant im ganzen USA Aufenthalt!). Für das Bier war es dann eigentlich schon etwas spät, da ich ja doch irgendwann mal los musste zum Flughafen, aber man muss ja nicht unbedingt zwei Stunden vorher da sein.

Nachdem ich mich dann aber doch wenig später auf den Weg machte, müsste ich erst feststellen, dass so spät die Busse nicht mehr ganz so häufig fuhren und dann war auch noch der Bahntunnel einseitig gesperrt, so dass sich meine Fahrt weiter verzögerte. Am Ende war ich nicht ganz eine Stunde vor Abflug in der Check-In Schlange. Der Flieger hatte aber dann eh Verspätung und beinahe wäre ich gar nicht mehr nach New York geflogen. Man organisierte aber noch einen Ersatzflieger und so schafft ich auch meinen Anschlussflug in Dallas. Also gar nicht so schlecht das Fliegen mit Spirit.

 

201305UsaSanFrancisco

Created 2013-05-12 00:59:43 +0000

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