Allein auf Rarotonga, Cock Islands

Allein auf Rarotonga, Cock Islands

Nachdem wir beide nun fünf Monate ununterbrochen zusammen unterwegs waren, kam mit den Cock Islands nun mal was ganz neues für uns. Katrin blieb noch ein paar Tage länger in Sydney und ich flog für einen kurzen, nicht ganz dreitägigen Aufenthalt nach Rarotonga.

Terminal 1 Hotel, Auckland

Allerdings war die Flugverbindung nicht gerade optimal. Der Flug via Auckland (da New Zealand Air) war mit einem nächtlichen Stop-Over verbunden, so das ich mich dann während des Fluges doch entschied mir eine Hotelnacht zu gönnen, allerdings wurde mir die Entscheidung dann doch wieder abgenommen. Das günstige Hotel war, als ich in Auckland landete, komplett ausgebucht und die Alternative mit gut 150 € war dann doch zuviel.

Ich war dann auch nicht ganz allein in der doch recht gemütlichen Sofaecke der Fastfoodrestaurant. Gut ein Dutzend teilten mein Schicksal. Ganz einfach war es mit dem Schlafen dann aber doch nicht. Leider kam niemand auf die Idee mal im Terminal das Licht auszuschalten. Die ganze Nacht wuselte auch noch die Putzkolone durch die Halle.

Das Aufwachen so um sechs Uhr am Morgen war dann auch noch eine Überraschung. Ich war umringt von hunderten von Reisegästen, die gerade ihre McDonalds Burger oder ähnliches aßen. Ich entschied mich dann doch lieber erstmal für einen Kaffee, um in den Tag zu starten.

Kennt ihr auch diese Reality Serie “Boarder Control Australia”? So kam ich mir auch kurz vor. Mein Aufenthalt in Auckland – ein Nacht. Wie lange ich den dann auf Rarotonga bleiben würde – auch nur zwei Nächte. Da wurde die Dame von der Einreisebehörde doch etwas stutzig. So begannen auch immer die Gespräche bei Boarder Control, bevor man dann die Personen und ihr Gepäck komplett untersuchte und dann doch irgendwas Geschmuggeltes auftauchte. Allerdings fand Sie dann meine Erklärung mit Katrin, die die Dengue Insel Rarotonga überspringen wollte, scheinbar zu kreativ, um erfunden zu sein und ich durfte dann einfach so einreisen.

Rarotonga Backpackers

Der Name meiner Unterkunft war nun nicht gerade kreativ. Aber ansonsten doch ein recht guter Griff. Ursprünglich hatten wir einen Tagessatz von 100 € pro Person geplant, da die Flitterwocheninsel nicht ganz günstig sein sollte. So war ich dann auch ganz gespannt was ich vorfinden würde bei einem Preis von 17 € für ein Bett im Dorm.

Es wurde ein 5′er Dorm, wobei aber von dem sogar zwei Betten frei blieben. In der Küche war alles was man brauchte und glücklicherweise war auf Laufabstand auch noch ein kleiner Supermarkt. Selber kochen wäre aber nicht einmal nötig gewesen, da sogar ein paar günstige Essgelegenheiten in der Nähe waren.

Eigentlich war es wie in diesen Resorts: Pool und direkt am Strand gelegen. Nur auf den Empfang mit Blumenkranz am Flughafen muss man dann wohl verzichten. Abholservice gab es für 7 €, aber für nur 2,5 € kann man auch mit dem Bus fahren. Die Insel ist so übersichtlich, dass man eigentlich davon ausgehen kann, dass der Busfahrer weiss, wo man aussteigen muss. Eine komplette Rundfahrt auf der Insel sind nur 35 km!

Into the jungle

Das Hostel war recht übersichtlich. Geschätzt waren so knapp 20 Gäste in den Dorms und Strandhütten. Ein kleiner Trupp wollte am nächsten Morgen Hiken gehen, wo ich mich gerne anschloss. Im Lonely Planet wurde eine Cross Island Route beschrieben, die ich gerne gemacht hätte, nur alleine hielt ich dass nicht für eine so gute Idee. Und als ich dann die Hikingroute sah, die die anderen geplant hatten war ich auch ganz glücklich nicht alleine zu Hiken.

Es war mehr ein Minitrampelpfad durch den Jungle, wo man am Anfang schnell mal das Hinweisschild übersehen konnte (übrigens das einzige was es gab).

Allerdings schafften wir es dann doch nicht ganz bis zum Gipfel. Das letzte Stück war eine eigentlich nicht ganz so steile Felswand, die mit ein paar Seilen ausgestattet war. Fast jeder hat es mal das erste Stück probiert, aber da es morgens noch geregnet hatte, war es einfach zu rutschig und so ging es ohne Gipfel wieder zurück.

Danach dann noch ein Bad in der Lagune. Durch die feuchtschwüle Luft war ich nach der Hikingtour komplett durch. Das besondere an diesen Inseln hier ist, dass diese umringt sind von einem Riff. Auf der Innenseite ist das Wasser mehr oder weniger nur einen Meter tief. Außerhalb des Riffs geht es sofort hunderte von Metern abwärts in die Tiefsee.

Der geschenkte Tag

Zum Glück musste ich dann noch lernen, dass 12:15 a.m. nicht Mittags ist sondern Mitternacht bedeutet. Sprich: mein Flug ging viel später als gedacht. So hatte ich dann also noch einen weiteren ganzen Tag auf Rarotonga.

Inselrundfahrt

So blieb also noch Zeit um am letzten Tag die Insel per Fahrrad zu umrunden. Im grössten Ort der Insel war an dem Tag Markt, allerdings waren wir etwas spät dran, was mir besonders bewusst wurde bei meiner Essenswahl – leider nicht mehr so ganz warm und auch nicht echt super lecker auch wenn die Dame, die es verkaufte doch ganz kompetent aussah…

Normal kann man so eine Runde von 35 km natürlich auch in 1,5 Stunden abspulen, aber es ist schon etwas anstrengender bei dem feuchtschwülen Wetter auf Ratotonga. So waren die regelmäßigen Pausen immer ganz recht. Jeanette (auch aus Deutschland) ging noch zweimal Schnorchel, David (aus England oder so…) und ich blieben derweil am Strand. Eigentlich meine Chance zum Tauchen light, aber so wie es aussieht wird der zweite Versuch tauchen zu lernen wohl in der Heimat stattfinden.

Alles in allem waren die zwei, drei Tage auf Rarotonga sehr gesellig. Ist halt doch immer ganz gut, wenn das Hostel etwas kleiner ist. Am letzten Abend sollte es dann noch ganz idyllisch am Strand werden, allerdings mussten wir doch lernen, dass Kokusnussschalen nicht echt gut brennen und so mussten wir dann doch am Ende aufgeben. Palmenzweige brannten zwar hervorragend, allerdings war das immer nur ein kurzfristiger Erfolg.

Wie man sieht kann man sich auf der Insel recht gut beschäftigen, falls einem nur am Strand rumliegen nicht genug ist. Wer länger bleibt kann auch noch etwas Inselhopping machen, allerdings sind die Flüge recht teuer (so 200 – 300 €). Internet war recht teuer und eine Cock SIM für die kurze Zeit auch übertrieben. So blieb mein Handy ungenutzt und hatte ich dann nicht mal mehr die Uhrzeit parat. Perfekt, so macht man dann endlich richtig Urlaub.

201304CockIslandsRarotonga

Created 2013-04-30 18:28:19 +0000

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