The Great Ocean Road

The Great Ocean Road

Nach unseren zwei National Park Camping Plätzen ging es erstmal wieder zurück in die ‘Zivilisation’. Nicht das uns die Abgeschiedenheit nicht gefallen hätte, wir waren nur wäschetechnisch am Ende und so war dann ein Campingplatz inkl. Waschmaschine nötig.

Es wurde in Port Fairy ein Big4 Campingplatz, was wohl so eine Art Kette der etwas besseren Campingplätze ist. Teurer als bisher, aber dafür gab es einen Pool, ein Riesensprungkissen, Fernsehsaal usw. Die ‘Great Ocean Road’ sind wir in zwei Etappen gefahren, was bei knapp 250 km normal nicht nötig sein sollte , aber insbesondere zu Beginn (im Westen) kann man grob jeden Kilometer wieder anhalten und sich das nächste Highlight anschauen. Zwischenstopp war in Marengo auf einen recht netten Campingplatz direkt am Wasser. Unser letzter Stopp war in Torquay auf einem 500 Stellplätze Campingplatz und wir mittendrin, wo echt der ‘Hund begraben war’. Echt nicht so die Empfehlung.

Bay of Islands

Der erste Hinweis ‘Hier ist die Great Ocean Road’ gab schon viel früher. Aber ich finde es zählt erst wenn man auch den Ozean sieht. Erster echter Stopp war deshalb die Bay of Islands: Endlich am Meer.

Da wussten wir noch nicht dass nun alle ein, zwei Kilometer der nächste Stopp folgen sollte.

The Grotto

Und da war auch schon der nächste Stopp: The Grotto.

Da hat man mal wieder gemerkt, wie Deutsch wir doch sind. Die Grotte und der natürliche “Torbogen” lagen hinter der Absperrung, also geht man da nicht hin… andere haben sich da weniger einen Kopf gemacht. Einer war sogar Barfuss von der Grotte an den Felsen wieder nach oben geklettert.

London Bridge

Bei der London Brigde gab es dann gleich zwei dieser natürlichen Torbögen. Gab, wie gesagt, nur einer ist inzwischen nicht mehr da. Als dieser einstürzte war der Felsen sogar noch zugänglich und ein paar Touristen standen da plötzlich ohne eine Möglichkeit wieder zurückzukommen. Nach ein paar Stunden Geduld wurden sie aber gerettet und zum Glück stand niemand auf dem Bereich der eingestürzt war.

Es brennt

Nun wäre es natürlich etwas eintönig hier nun einen Touristopp nach dem anderen zu beschreiben.

Schon aus der Ferne sahen wir den Rauch aufsteigen, da war es noch irgendein Waldbrand da vorne. Waldbrände scheinen hier halt auch was recht alltägliches zu sein, so wie in Neuseeland die Erdbeben. Für einen Teil der Vegetation ist es sogar ein Teil des notwendigen Kreislaufes, wie ich in der Aborigines Ausstellung im Grampians National Park gelernt hatte.

Nur ist es dann schon etwas anderes, wenn man direkt daran vorbeifährt. Eine Fahrspur war zwar gesperrt, aber daneben stand eine meter hohe Flammenwand. Für uns waren es nur knapp eine Minute in der wir dort lang fuhren und selbst im Auto bekamen wir einen Eindruck von der Hitze. Die Feuerwehrleute, die da am Strassenrand standen waren nicht zu beneiden.

Loch Ard George

O.k. zwei Stopps mit Felsengucken haben wir doch noch mitgenommen. Wobei Loch Ard George doch gleich eine ganze Palette an Features hatte. Das Schiffswrack von dem auf einem der Infoschilder die Sprache war, haben wir zwar nicht finden können, dafür lud die kleine Bucht zum Entspannen ein.

Ein paar waren in der Bucht am Schnorcheln, aber die meisten gingen dann doch nicht soweit ins Wasser. Ist doch erstaunlich kalt das Wasser auch wenn wir sonst ziemlich sonniges Wetter hatten. Weiter gab es dann noch eine kleine Höhle zu besichtigen, in der man auch ohne Taschenlampe erstaunlich gut sehen konnte. In der Höhle im Mount Eccles Nationalpark konnte ich selbst mit Stirnlampe nur ein, zwei Meter weit sehen.

Twelve Apostles

Die ‘Twelve Apostles’ sind wohl scheinbar das Highlight der Great Ocean Road. Wir waren dort nicht ganz allein (bei vorigen Stopps war man das teilweise schon) und es gab sogar eine Art Besucherzentrum mit einem Parkplatz für dutzende von Bussen etc.

Dabei hat auch hier der Zahn der Zeit genagt. Inzwischen müsste es eigentlich die neun Apostel heissen. Drei der aus dem Meer ragenden Felsen sind bereits in sich zusammengebrochen.

Camping Marengo

Der Campingplatz Marengo Holiday Park ist echt eine Empfehlung wert. Obwohl an der Great Ocean Road gelegen und auch noch direkt am Strand muss man hier nicht den geringen Preis (ca. 20 €) mit schlechten Service bezahlen. Alles war einwandfrei.

Interessant ist auch der Strand selber. Direkt am Campingplatz ist es zwar kein Sandstrand, aber dafür recht interessant anzuschauen. Leider gab es dort keine Infoschilder, die erklärten warum es so aussah. Es war eine Art ausgetrockneter ‘Salzsee’ nur halt versteinert.

Etwas weiter draussen gab es noch ein Riff mit einer Seehundkolonie. Allerdings war da auf die Entfernung nicht viel von zu sehen.

Der Ort ist auf jeden Fall eine gute Alternative zum etwas grösseren Apollo Bay.

Sheoak Falls

Auf der zweiten Hälfte der Great Ocean Road, gibt es dann scheinbar nicht so viele Must-Sees. Die Sheoak Falls war da mehr so ein Zufallsstopp. Da es in den letzten Tagen (und wahrscheinlich Wochen) hier nicht viel geregnet hatte, erwarteten wir von dem Wasserfall natürlich nicht so viel. In Neuseeland beim Milford Sound hatten wir ja schon mal das Problem, dass ohne Regen, die Wasserfälle halt nicht so spektakulär sind.

Fazit: Nette Wanderung – kein Wasserfall.

Splitpoint Lighthouse

Unser letzter Zwischenstopp war dann am Splitpoint Lighthouse. Dort haben wir dann auch zum ersten Mal einen Spaceship Camper gesehen. So einen wollten wir ursprünglich auch leihen bevor wir uns dann für einen von Jucy entschieden. Katrin konnte sich aber an einen Blog erinnern, der mit dem Fazit schloss, dass die Jucy Camper doch irgendwie besser aussahen, als das geliehene Spaceship. Und günstiger war es dann auch noch.

Camping Torquay

Keine Empfehlung gibt es für den Torquay Offshore Camping. Ein Riesengelände und wir mittendrin bei ein paar Dauercampern, die gerade nicht da waren. Nicht sehr gesellig und auch die Camperküche war nicht besser. Ohne richtige Fenster, kein Wunder, dass wir die einzigen waren, die dort kochten.

Der Ort selber ist so eine Art erwachsen gewordenes Surferstädchen. Man war scheinbar nach und nach dabei die alten runtergekommenden Holzhäuser durch schicke Designerhütten zu ersetzen. Der eigentlich Surferstrand sollte aber eh Bells Beach sein. Dummerweise sind wir da gar nicht mehr hin am nächsten Morgen, da wir eine recht lange Etappe vor uns hatten, an Melbourne vorbei, bis nach Phillips Island.

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