Queenstown: Absprung - tschüs Kiwis

Queenstown: Absprung – tschüs Kiwis

Mit unserem zweiten Aufenthalt in Queenstown ging es dann in die Schlussrunde in Neuseeland. Wir hatten noch drei Tage bevor unsere Weltreise weiter gehen soll nach Australien. Und da wir inzwischen schon in Australien sind, kann ich schon sagen: wir vermissen Neuseeland schon jetzt. Aber das ist ja meistens so, dass man in nachhinein noch besser sieht was gut war, weil man es plötzlich wieder vermisst. Was das so ist werdet ihr noch schnell genug in unseren Australien Blogeinträgen lesen können. Jetzt erstmal zurück zum eigentlichen Ort des Geschehens.

Es geht auch gut in Queenstown: Butterfli Lodge

Unsere erste Unterkunft in Queenstown war so lala, obwohl wir in Vergleich mit unserer Unterkunft in Wanaka eigentlich es doch ganz gut hatten (und schon wieder erst im Nachhinein wussten). Eine absolute Empfehlung war die Unterkunft beim zweiten Mal. War eine Tipp von der Hostel Managerin aus Akaroa.

Eine Haken gab es allerdings schon. Wer zu gut bepackt mit seinen riesen Backpack den Berg rauf zu Hostel muss, wird sicherlich gut ins Schwitzen kommen. Zum Glück waren wir etwas in Übung inzwischen. Trotzdem ist man vom Hostel aus in 10 min im Zentrum, ist halt doch noch sehr übersichtlich der Ort.

Dafür wird man aber vom der Veranda des Hostels aus mit einer super Aussicht belohnt. Alles war top gepflegt, nur die Wanderschuhe inklusive Socken vor einem der Nachbarzimmer verströmten etwas schlechte Luft.

Kawarau Brücke

Auf dieser Brücke wurde 1988 Geschichte geschrieben. Es ist der Geburtsort des kommerziellen Bungy Springens. Die Idee ist zwar abgeschaut von den sogenannten Lianenspringer von Pentecote, einem Urvolk des südlichen Pazifiks, aber der Einsatz eines elastischen Seils statt einer Liane ist schon eine recht wichtige Anpassung. In den Neunzigern des letzten Jahrhundert schwappte der Trend auch rüber nach Europa und schon damals stand ich ganz fasziniert vor den Kränen von Jochen Schweizer von denen man sich per Gummiseil in die Tiefe stürzen konnte. Das ganze war nur wahnsinnig teuer und so blieb es beim Schauen. Damals schon erzählte ein Bekannter davon, dass man in Neuseeland für einen Bruchteil des Preises Bungy Springen könnte von einer Brücke (was damals in Deutschland nicht erlaubt war). Naja die Brücke zum Bungy Springen gibt es noch immer, nur jetzt ist es auch in Neuseeland nicht mehr so billig.

Das Budget sagt, geht noch…

Aber wir hatten uns ja doch bisher gut zurückgehalten beim Entertainmentprogramm. Und der Ort war schon echt beeindruckend. Schon was anderes als die Jochen Schweizer Kräne auf einer geteerten Parkplatzfläche.

Genug um den heissen Brei herumgeredet – Sprung gebucht und hin zur Brücke. Katrin durfte als Zuschauer sogar kostenlos mit im Shuttlebus zur Brücke. An guten Tagen im Sommer (dem neuseeländischen Sommer, also unserem Winter…) sind es 250 Bungy Sprünge von der Brücke. Es geht 43 Meter in die Tiefe, was eigentlich schon genug sein sollte, nur inzwischen gibt es als Alternative auch noch den Nevis Bungy mit 134 m. Aber die Tiefe ist auch gar nicht so das Problem. Das Entscheidene ist halt der Schritt oder Sprung von der Plattform oben. Und mal abgesehen davon, dass der Nevis Sprung natürlich mehr kostet, war es da auch nicht möglich für Katrin kostenlos mitzukommen. Selbst zuschauen kosten gut 30 €…

Das ganze sah schon alles sehr professionell aus. Als erste Sicherung bekam man eine Art Klettergurt um, womit man gleich gesichert wurde bevor das eigentlich Bungyseil mit einem doppelten Karabinerhaken festgemacht wurde.

Dann ging es raus auf die Plattform, einmal Winken in die Kamera vor einem, dann zur Seite… Eins, Zwei, Drei,… und abwärts ging es. Das ging dann auch so schnell, dass eigentlich nicht Zeit blieb, um inne zu halten und es sich noch einmal zu überlegen. Bis auf eine sind dann auch alle wirklich gesprungen. Das Beste dabei war noch, dass die eine die sich nicht überwinden konnte, schon für den nächsten Tag einen Tandemfallschirmsprung gebucht hatte.

Ich dachte noch kurz, wie doof es -EINS- wohl aussehen würde nicht zu springen, wo doch -ZWEI- alle vor mir auch gesprungen sind -DREI-. Also sprang ich halt. Der Absprung war dabei das beste und der erste Fall wo der Fluss im Abgrund auf einen zurast. Dann noch zwei, dreimal auf und ab schwingen, dann wurde man auch schon unten mit einem Schlauchboot eingesammelt. Der Adrenalinrausch blieb aber aus. Es hiess doch, dass man nach einem Bungy Sprung noch eine ganze Weile “berauscht” sein sollte. Aber vielleicht war ich dann doch zu entspannt bei der Sache. Habe einfach zuviel Vertrauen in die Technik. Fotos gibt es aber vom Sprung nicht so richtig, da Katrin zwar gefilmt hat, aber dabei vergaß auch Fotos zu machen. Der Film wird dann noch nachgereicht. Der Versuch das professionelle Video des Veranstalters einfach abzufilmen statt für 30 € extra zu kaufen wurde im letzten Moment entdeckt und wir mussten es dann leider löschen.

Update: Inzwischen habe ich den Film zum Sprung geschenkt bekommen von Katrin. Hier der Link.

Milford Sound

Unseren Ausflug zum Milford Sound hatten wir ursprünglich schon beim ersten Besuch in Queenstown geplant, da aber sah der Wetterbericht nicht ganz optimal aus. Mit 180 Regentagen ist es auch nicht echt leicht dort einen sonnigen Tag zu erleben.

Dank unseres flexiTrips Tickets war die Fahrt quasi gratis, nur die Boottour mussten wir noch bezahlen (stolze 60 € pro Person), aber außer der Bootstour ist dort auch sonst nicht echt viel zu machen. Alternative wären noch Kanus oder halt den dreitägigen Milford Track hiken.

Beautiful…

…war wohl das Lieblingswort unseres Busfahrers. Er war ja ganz unterhaltsam mit seinen Geschichten über die Umgebung, nur das er halt in fast jeden seiner Sätze irgendwo das Wort beautiful eingebaut hat. Wir kamen aber leider zu spät auf die Idee eine Strichliste zu machen, um mitzuzählen, wie oft es nun echt war. Da dies keine normale von A nach B Busfahrt war, sondern ein Sightseeing Trip, gab es auch ein paar Zwischenstopps.

Mirror Lakes

Hier hiess es, es wäre eine kleine Wanderung und der Bus würde dann am anderen Ende wieder auf uns warten. Es ging hierbei um 200 m Wanderung. Aber ein Teil unserer Mitreisenden fanden dass sicher ein super Idee, waren sie doch im ähnlich fortgeschrittenen Alter, wie bei unserer TransAlpine Tour.

Die “Wanderung” lohnte sich aber wirklich. Die sogenannten Mirrow Lakes bieten ein Motiv was man schon häufig gesehen hatte, aber sich immer wieder fragte wie oder wo man so etwas fotografieren konnte. Fast perfekte Spiegelungen der Berge, was recht schräg aussieht, wenn man die Bilder auf den Kopf dreht. Der Trick hier war wohl zum einen das recht ruhige, flache Wasser mit dunklen morastigen Grund, aber auch die Bäume hinter einem, die andere Lichteinflüsse ausblendeten.

Die große Wanderung

Der letzte Stopp vor Milford Sound war dann doch echt eine 20 min Wanderung, da kamen ein paar Mitreisende am Ende doch etwas aus der Puste an.

Der Rundkurs ging durch einen Wald der noch in der ursprünglichen Form erhalten war. Soweit ist die Forstindustrie damals zum Glück nicht gekommen und inzwischen werden keine Urwälder mehr abgeholz.

Insgesamt waren wir gut 5,5 Stunden unterwegs von Queensland bis wir nach ein paar Stopps ankamen am Milford Sound. Zurück sollten es nur 4,5 Stunden sein, da dann die Zwischenstopps wegfielen. Und das alles für eine 1,5 stündige Bootfahrt im Milford Sound, der eigentlich gar kein Sound ist, sondern ein Fiord, wie uns unser Busfahrer erklärte. Naja, die Fahrt dorthin gehört natürlich auch schon dazu.

On board…

Wir hatten es zum einen perfekt getroffen mit dem Wetter: Strahlender Sonnenschein und nur wenige Wolken die die Berge verdeckten. In anderen Blogs hatte wir doch mehrmals davon gelesen, dass die Berge kaum sehen war und der Unterschied zwischen nur Regen und den Wasserfällen sehr fließend war. Aber es gibt dann doch einen Nachteil von so guten Wetter. Nur bei Regen entstehen spontan an vielen anderen Stellen Wasserfälle, wir mussten uns mit den zwei begnügen, die auch ohne Regen immer im “Betrieb” sind. Perfektes Wetter ist halt doch nicht optimal.

Viel schreiben kann man aber dann auch nicht, also schaut euch lieber die Bilder an. Zu erwähnen ist vielleicht noch Alternative zur Rückfahrt mit den Bus:

  • mit dem Flugzeug für knapp 200 € pro Person
  • Oder mit dem Helikopter (inkl. Zwischenlandung auf einem der Berge) für knapp über 300 € pro Person

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Created 2013-03-25 06:52:21 +0000

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