Mount Doom - Frodo wäre stolz auf uns gewesen.

Mount Doom – Frodo wäre stolz auf uns gewesen.

Bevor es nun also endlich auf die Südinsel gehen sollte, kam noch der kleine Extraschlenker zum National Park zum Tongariro Alpine Crossing. Eigentlich hätten wir hier auch einfacher hinkommen können, lag doch Turinga auf der Intercity Strecke von Rotorua nach Wellington. Aber auch beim nochmaligen Durchblättern des Lonely Planets fiel uns nichts auf, was deutlich machte “hey, Turinga liegt auch am National Park, nur auf der anderen Seite”.

Dabei haben wir aber nebenbei ein kleines Schlupfloch in den Bedingungen unseres flexiTrips Tickets von Intercity gefunden. Eigentlich ist dieses Ticket nicht zum hin und her Pendeln gedacht. Allein eine Rückfahrt auf der gleichen Strecke ist möglich (sonst würde man ja auch gar nicht von Auckland nach Paihia und zurück kommen). Die Strecke Turinga-Wellington fahren wir aber dreimal, nur dass wir beim ersten Mal von Rotorua aus gestartet sind. Der Check beim Buchen prüft wohl nur, ob man bereits eine Strecke gefahren ist mit selben Start und selben Endpunkt. Mit anderen Zwischenstopps kann man also durchaus Strecken fahren, die eigentlich schon ‘aufgebraucht’ sind. Wer länger in Neuseeland bleibt oder sein Ticket mit verbleibenden ‘Trips’ weiterverkauft (was offiziell erlaubt ist!) findet das sicher eine interessante Erweiterung der Möglichkeiten.

A+ Lodge

Die uns eigentlich empfohlene Unterkunft das Riverside Hostel war leider schon ausgebucht, so das Katrin aus den insgesamt drei BBH Hostel in Turinga uns das A+ Lodge auswählte. Booking.com hat übrigens hier in Neuseeland ausgedient. Keinerlei günstige Hostels sind darin zu finden, vielleicht auch weil Neuseeland ein eigenes Netzwerk hat: das BBH.

Auch mal gut zu wissen, dass man auch in Neuseeland für 30 € ein Doppelzimmer finden kann. Es konnte allerdings nicht ganz konkurrieren mit den bisherigen Hostels. Die Atmosphäre war so ein bisschen alte Studenten WG. An Wänden und Zäunen hatte sich die Gäste als Künstler betätigt und die Küchenausstattung war fast ein Porzellan Museum (ich glaube es gab keinen Teller doppelt…).

Alles war schon etwas in die Jahre gekommen, aber für das Geld konnte man sich nicht echt beschweren. Das Besitzerpärchen war sichtlich bemüht dafür zu sorgen, dass man sich wohlfühlt. Sogar einen kostenlosen Shuttleservice bat man uns am Ende noch an, da wir aber Richtung Wellington wieder 6 Stunden im Bus sitzen würden, gingen wir doch lieber zu Fuss.

Etwas dörflich

Der Ort selber ist recht überschaubar. Die wesentlichen Attraktionen neben den Bussen zur Tongariro Alpine Crossing sind wohl die Rafting Anbieter und der New World Supermarkt. Wir haben zwar auch ein, zwei Restaurants gesehen, aber nichts echt wo man gerne hingegangen wäre. Selbst Katrin schlug dann am zweiten Abend vor lieber noch schnell was in Supermarkt einzukaufen und direkt zurück zum Hostel zu gehen, obwohl sie dies ja auch nur so ‘lala’ fand.

Ganz nett für den ersten Abend war noch die kurze Wanderung am Fluss entlang. Nur die kleinen Stechbiester dort haben einem doch etwas den Spass verdorben am gemütlich Picknick am Fluss.

Schon mal was zum warm werden für den kommenden Tag. Dauert auch nur etwas länger als eine Stunde exklusive Picknick.

Tongariro Alpine Crossing

Am zweiten Tag ging es dann zur Tageswanderung, der Tongariro Alpine Crossing (18 km). Allerdings gibt es die in ihrer ursprünglichen Form gar nicht mehr. Letztes Jahr im August ist zu einen kleinen ‘Vulkanausbruch’ gekommen in der Nähe der Wanderroute. Diese war dann zwar erst recht schnell wieder frei, nur als es im November zu einen zweiten Ausbruch kam, noch dazu völlig ohne Vorwarnung, hat man sich entschlossen den Streckenabschnitt ganz zu sperren.

Deshalb muss man nun nach knapp über der Hälfte der Wanderstrecke umdrehen und läuft also die gleiche Strecke zurück (20 km). Wer aber doch lieber weiterlaufen möchte, für den gibt es eine neue Alpine Crossing, die allerdings etwas länger ist (24 km), aber inzwischen auch fest im Angebot der Shuttlebusse ist, sprich man wird auch vom neuen Endpunkt abholt und muss nicht zurück trampen. Zurückblickend betrachtet hätten wir wohl auch die neue Strecke machen können, aber da wir noch nie eine so lange Bergwanderung gemacht hatten, entschieden wir uns für die Hin und Zurück Variante.

Die Wanderung fing erst ganz einfach an, so dass wir uns zu Beginn mit unseren Trekking-Stöcken mal wieder etwas über-equipt vorkamen. Aber die letzten ein, zwei Kilometer vor dem Wendepunkt sind doch etwas steilere Geröllhänge. Alle ohne Stöcke sind dort teilweise auf allen Vieren hochgekraxelt.

Die Gegend hat wohl auch einen Teil ihrer Bekanntheit den ‘Herr der Ringe’-Filmen zu verdanken. Mt Ngauruhoe, einer der Vulkane, ist dort auch besser bekannt als Mount Doom, also der Feuerberg in dem die Ringe geschmiedet wurden und wo der letzte von Frodo zurückgebracht wird, um ihn wieder zu zerstören.

Wir sind zwar insgesamt sieben Stunden mit Pausen unterwegs gewesen, aber echt kaputt mit Muskelkater in den Beinen waren wir nun echt nicht. Scheint doch echt kraftsparender zu sein mit den Trekking-Stöcken. Und so langsam haben wir wohl auch den Dreh raus.

Auf dem Rückweg mit dem Shuttlebus konnten wir auch nochmal aus sicherer Entfernung einen Blick werfen auf den Grund der Wanderroutenumleitung. Mal abgesehen von der ständigen Gefahr beim nächsten Ausbruch von herumfliegenden Gesteinsbrocken erschlagen zu werden, soll die Luft in der Gegend auch nicht so gesund sein.

201302NeuseelandTurangi

Created 2013-02-28 21:11:33 +0000

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