Kassensturz Neuseeland

Kassensturz Neuseeland

Wir sind wieder zurück in der ‘westlichen’ Welt – die Preise sind wieder so wie zu Hause. Wir hätten unsere Weltreise besser anders herum machen sollen, war ja auch der ursprüngliche Plan. Dann wäre es erst normal teuer gewesen und dann am Ende richtig günstig. Günstig wird es nicht mehr werden. Jetzt in Neuseeland fing der teure Teil der Weltreise an (etwas ‘üben’ konnten wir schon in Hong Kong). Alles was noch kommt wird nicht echt billiger werden: Australien, Cook Islands, USA und Kanada.

Es dauerte echt länger bis wir uns an das (eigentlich bekannte) Preisniveau gewöhnt hatten und noch immer versetzen uns manche Freizeitangbote in Erschaunen, wie z.B. Canyoning für 300 € – ein Tag übrigens… Den Vogel abgeschossen hat aber hat wohl das Combo Paket aus zwei Bungy Sprüngen, zwei Canyon Swings und einmal Bridgeclimbing für 500 €. Über den Mangel an Freizeitangebote in Neuseeland kann man sich aber echt nicht beschweren.

Glücklicherweise haben wir aber doch was finden können in Neuseeland, wo man auch ohne arm zu werden sich die Zeit vertreiben kann, trotzdem haben wir uns auch ab und zu was geleistet.

Beim Essen hiess es jetzt Selbstverpflegung statt Streetfood. Günstig essen gehen gibt es halt nicht mehr. Dafür ist es quasi Standard, dass die Hostels Küchen haben, womit man zumindest fast wieder richtig selber kochen kann. Nur leider merkt man dabei doch wie viele Gerichte ein paar Kleinigkeiten nötig haben, die man im Supermarkt nur in großen Verpackungseinheiten bekommt.

Beim Transport haben wir uns für ein flexiTrips Ticket von Intercity entschieden. Mit einem Camper rumfahren heben wir uns noch für Australien oder USA auf und andere Busunternehmen haben uns mit ihrer Angebotsstruktur schlicht verwirrt. Um bei KiwiExperience herauszufinden was für ein Ticket man braucht, muss man schon einen recht guten Plan haben was man in Neuseeland machen will und den hatten wir am Anfang noch nicht. Bei flexiTrips legt man sich so gut wie gar nicht fest, außer auf die Anzahl der Trips (und man darf das Ticket sogar ganz offiziel weiterverkaufen, wenn Trips überbleiben). Wir sind mit dem 20 Trips Ticket ganz gut gefahren.

In Neuseeland hat es sich noch nicht rumgesprochen, dass kostenloses Internet ein Standard ist (in Asien). Manchmal bekam man noch einen Voucher für kostenlose MB (wie haben alles zwischen 20 und 500 MB erlebt), aber noch häufiger gab es nichts. Mobiles Internet ist auch etwas teurer, also nicht für alles eine Alternative. Für freies Wifi sind deshalb die öffentlichen Bibliotheken ein guter Tipp, sowie aktuell die kostenlosen Telecom Hotspots, bei denen es sich aber um einen Test handeln soll, somit ist nicht klar wie lange dieser Service bestehen bleibt.

Unterkunft

  • Hotel/Hostel etc.: 1575 € (33 Nächte), also im Schnitt 48 €
  • Couchsurfing: 2 Nächte in Wellington
  • Telefon/Internet: 40 € (für ein Gibabyte online und ‘ne Stunde Freiminuten zum Hostels buchen bei Telecom)

Verpflegung

  • Restaurant, Cafe: 282 €
  • Getränke: 323 €
  • Lebensmittel: 605 €
  • Kosmetika: 40 €
  • Arzt/Arznei: 0 €
  • Sonstiges: 47 €

Sightseeing

  • Theater, Ausstellungen: 686 € (davon jeweils grob 60-70 € pro Person für den Maori Abend, die Dunedin Wildlife Tour und die Milford Sound Bootstour)
  • Sport: 132 € (Klettern 12 €, Bungy Sprung 120 € – ist doch Sport, oder!? Jeweils nur eine Person)
  • Kino: 0 €

Transport

  • Bus/Bahn: 904 € (davon 2 x 240 € für das flexiTrips Ticket, 153 € für den TransAlpine Zug und 65 € für die Interislander Fähre)
  • Reisekosten: 0 €
  • Amtliche Gebühren: 0 €

Mit der Verlängerungswoche sind wir in Neuseeland 35 Tage gewesen. Geplant war ein Tagessatz von 70 €, was schon etwas knapp ist, wenn man das potenzielle Freizeitprogramm bedenkt. Am Ende waren wir 4633 € zusammen ärmer und kamen somit auf einen Tagessatz von 66,19 € pro Person. Wir hätten uns also noch etwas mehr Entertainment gönnen können.