Christchurch - eine Stadt ohne Zentrum

Christchurch – eine Stadt ohne Zentrum

Wir waren ja schon mal kurz in Christchurch und haben da den Artikel beendet mit dem Fazit “…viel haben wir noch nicht gesehen.”. Nun bei beim zweiten Mal stellte sich uns zu Beginn doch schnell die Frage, ob es da überhaupt noch viel zu sehen gab.

Christchurch Erdbeben 2011

Bereits 2010 gab es ein erstes beachtenswertes Erdbeben in Christchurch, aber erst das Erdbeben 2011 hat aus Christchurch das gemacht was es jetzt ist: Eine Stadt im Wiederaufbau.

‘Beachtenswert’, muss man deshalb sagen, da Erdbeben in Neuseeland eine alltägliche Erscheinung sind. Nur sind diese dann deutlich schwächer, weil sie kilometertief unter der Erde sind oder weit ausserhalb der Stadt. Auf der Seite von GeoNet findet man aktuelle Informationen zu Erdbeben in Neuseeland. Demnach waren sogar leichte in der Zeit, wo wir in Christchurch waren. Gemerkt haben wir sie aber nicht.

Wie sehr Christchurch von dem Erdbeben getroffen wurde, ist uns erst nach und nach bewusster geworden. Man rechnet damit, dass es ungefähr 20 Jahre dauern wird die Stadt wieder aufzubauen. Das macht schon etwas mehr die Tragweite der Katastrophe bewusst.

Lazy Sundays

Begonnen haben wir unsere Christchurch Erkundung, so wie wir es gerne in grösseren Städten machen: einfach mal planlos, so grob Richtung Zentrum laufen.

Dadurch stiessen wir auch durch Zufall auf einen Openair Musik Event im Hagley Park. Dort genossen wir erstmal wieder dass erneut perfekte Wetter bei Live ‘Jazz’-Musik und machten uns keinen Stress, der Tag war ja noch lang genug. Lazy Sundays ist eine von vielen nach dem 2011 Erdbeben entstandene Initiativen, die sicherlich viel dazu beigetragen hat, wieder etwas Leben und Aktivität in die Stadt zu bringen.

Die Red Zone

Im Osten des Hagley Parks liegt die sogenannte ‘Red Zone’. Katrin hatte bereits in Internet etwas darüber gelesen und so wussten wir, dass dieses Gebiet auch zwei Jahre nach dem Erdeben immer noch gesperrt war (bis auf eine Strasse, die Gloucester Street). Dieses Gebiet war nicht nur der am stärksten betroffene Teil der Stadt, sondern gleichzeitig auch das Zentrum. Zum Teil konnte man noch erahnen, dass in der einen oder anderen Strasse früher mal das Leben pulsiert haben muss, andere Stellen waren inzwischen geräumt und nur noch eine graue Schotterfläche über. Diese Lücken (bzw. gaps) waren aber auch ausserhalb der Red Zone immer wieder zu finden.

Gap Filler Projekt

Die Lücken sind mit Kunst und Kaffeeläden gefüllt (ein paar zumindest, es gibt einfach zu viele dieser Lücken in der Stadt). Ganz lustig war die Idee mit der über das Stadtzentrum verteilten Minigolfbahnen. Aber zum Beginn unsere Gap Tour brauchten wir erstmal einen Kaffee, den gab’s ja zum Glück auch.

Was wir uns dabei schon fragten war, ob die Gap Filler nun mehr eine Touristenattraktion geworden sind oder ob auch Christchurcher selbst darin etwas sehen was wichtig ist in der aktuellen Situation der Stadt. Auch mit diesen Kunstprojekten zwischendrin, ist es schon etwas Skurril sich eine Erdbebenstadt anzuschauen, wie sonst Tempel oder Naturparks.

Die grösste Lücke wurde aber wohl mit der Re:START Mall gefüllt. Eine Ansammlung von Geschäften und Essenständen in umgebauten Seecontainern. Hier fanden wir auch das Zentrum, was wir am ersten Abend noch gesucht hatten.

Ein weiterer Grund hierher zu kommen ist die Ausstellung ‘Quake City’. Statt sich nur die Ruinen der Red Zone anzuschauen, kann man dort erfahren wie Christchurch vorher aussah und natürlich was während der zwei Erdbebeben passierte. Der Besuch der Ausstellung ist absolut zu empfehlen.

Locked up abroad

Als Unterkunft hatte wir diesmal ein etwas aussergewöhliches Hostel. Das jailhouse Hostel war ein ehemaliges Gefängnis von Christchurch. Die ehemaligen Zellen konnte man als Unterkunft buchen. Glücklicherweise etwas umgebaut, so dass das WC nicht mehr im Zimmer neben dem Bett war.

201303NeuseelandChristchurch

Created 2013-03-13 23:42:01 +0000

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