Bergfest

Bergfest

Wenn man es mal genau nachzählt werden wir genau 205 Tage unterwegs sein. Womit also nach 103 Tagen Halbzeit wäre. Auftakt mit dem Flug nach London war am 29. November 2012 und zurück kommen wir am 21. Juni 2013.

Also ist unser Bergfest am 11. März 2013.

Urlaub vom Urlaub

So langsam werden wir auch mehr und mehr von dem Effekt erfasst, der auch so nett als “Urlaub vom Urlaub” bezeichnet wird. Es wird schwer die Eindrücke zu verarbeiten von…

  • 10 Ländern (England, Dubai, Thailand, Kambodscha, Vietnam, Singapur, Hong Kong, China, Neuseeland) mit ihren Kulturen, Essen und Wechselkursen
  • 40 verschiedenen Hotels, Hostels, Couchsurfing Hosts
  • Vielen Flügen, Bus-, Schiffs- und Zugfahrten, Tuk Tuks, (Sammel)-Taxis und Fussmärschen
  • 1000′den von Sehenswürdigkeiten und allgemeinen Eindrücken

So ein bisschen liess es sich ja vielleicht auch schon aus den letzten Blogpostings herauslesen, wir sind immer schwerer zu begeistern von den Dingen die wir sehen und erleben. Die Münchnerin, die wir bei unserer Abel Tasman Park Wanderung getroffen hatten, wollte auch erst eine längere Weltreise machen, bekam aber dann den Hinweis, dass mehrmals drei Monate besser sind. Hmmm, ist wohl was wahres dran.

Für Australien haben wir uns deshalb vorgenommen etwas vom Gas zu gehen und halt mal so lange in Melbourne zu bleiben bis wir echt dass Gefühl haben, das wir weiter wollen und auch sonst die Reiseagenda etwas kürzer zu halten. Mal schauen, ob es klappt.

Zwischenfazit

(Fragen Marcus, Antworten Katrin)
Land das am überraschendsten war…

Cambodia … Essen, Leute, Angkor Wat, Umgebung, Einreise von Thailand und Ausreise nach Vietnam, …

Land wo wir unbedingt bald nochmal hin müssen…

Singapur hatten wir leider nur 1/2 Tag, wo mir der kleine Stadtstaat super gut gefallen hat…ich wäre gerne noch länger geblieben, um Singapur weiter zu entdecken.

Ort an dem wir uns am wohlsten gefühlt haben…

Chiang Mai im Norden von Thailand. Super leckeres Essen (bestes vegetarisches Restaurant wo ich jemals war und der beste Essensmarkt) eine sehr relaxte kleine Pension, Koala- und Pandabären aus ein paar Meter Entfernung anschauen und Herbergseltern, die nach einem kleinen Vespaunfall sich eher Sorgen machen, das man sich nichts getan hat als den Schaden in Rechnung zu stellen.

Ort an dem wir uns am unwohlsten Gefühlt haben…

Das war wohl eindeutig Coack Roach Paradise in Ayutthaya. Nicht nur wegen der Krabbeltiere aber auch der Unfreundlichkeit und Arroganz des Hotel- und Restaurantpersonals in diesem besagten Hotel.

Viel zu teuer und unnötig war…

130 EUR Hotel in Hong Kong mit den vielen Features die es nicht gab und das einfach nur doppelt so teuer war wegen Chinese New Year.

Super gut und echt preisgünstig war…

Essen in Thailand, Vietnam und Cambodia. Es war sehr einfach sich supergesund und sehr abwechslungsreich zu ernähren. Dort habe ich Gerichte gegessen, die ich vorher nicht kannte.

Hätten wir es vorher gewusst, dann hätten wir es anders gemacht…

Hong Kong während Chinese New Year für eine geschlagene Woche superteuer und supervoll.

Die netteste Reisebekanntschaft…

Die beiden Groninger, die wir in Renwick kennengelernt haben, unkompliziert, lustig und unterhaltsam, als ob man was mit Freunden macht.

Das Highlight der ersten Hälfte der Weltreise…

Alleine mit Marcus und Andreas auf einer sich endlos in die weite ziehenden Chinesischen Mauer zu sein – kein anderer Tourist weit und breit. Eines der interessantesten Bauwerke, die ich bisher gesehen habe. Ich kann mich noch gut an den Moment erinnern, wo wir auf der supersteilen Treppe sassen und ich gar nicht wusste, was schlimmer war nach oben weiter gehen oder zurück nach unten…es existiert ein bisher nicht veröffentlichtes sehr lustiges Video mit unserer ‘runterrutschstufentechnik’…An zweiter Stelle kommt übrigens Angkor Wat aber das ist ja hier nicht mehr gefragt…

Das Lowlight der ersten Hälfte der Weltreise…

Für mich die eine Woche im Krankenhaus in Koh Samui liegen mit Dengue Fieber…danach kommt das Erlebnis mit Holiday Tours und dann der Taxifahrer mit dem Speedtaximeter…

(Fragen Katrin, Antworten Marcus)
Land wo das Essen mir am besten geschmeckt hat…

Fast eindeutig Vietnam, aber Thailand ist knapp dahinter. Nicht nur das Essen an sich, sondern viel mehr diese simple, pragmatische Art der Strassenstände. Häufig sehr einfach aussehende Reis- oder Nudelgerichte, aber mit einer Vielzahl von frischen Kräutern und Blättern, wo ich häufig nicht wusste was es nun wieder war was da so lecker schmeckte.

Mein Lieblingsessen bis jetzt war…

Banh Mi – aber nicht unbedingt, das so hochgelobte Banh Mi aus Hoi An (No Reservations), sondern eher der allererste den ich am Bahnhof in Nha Trang gegessen hatte. Ein sehr einfacher, bescheidenen Strassenstand und ein super Banh Mi.

Die schönste Aktivität die wir bisher gemacht haben…

Klettern in Ao Nang, Thailand. Ich kann mir gut vorstellen, dass man wenn wir es irgendwo nochmal machen gerne zurückdenkt an Ao Nang, weil die Location so nett war. Ein schöner Outdoorsport bei dem Technik, Ruhe und Vorausschau wichtig sind, aber auch ganz banal Kraft nötig ist um weiter zu kommen.

Eine Sache die wir uns hätten schenken können…

Das Chinese New Year in Hong Kong, so wie Katrin ja auch schon geschrieben hatte.

Gleich auf den zweiten Platz kommt wohl der Tauchkurs – lieber eine Tauchschule auswählen die einen Pool zum Beginnen hat und nicht damit werben einen in drei Tagen durch das Programm zu schleusen.

Bevorzugtes Fortbewegungsmittel…

Die Nachtzüge in Vietnam: Günstig (Festpreis, kein Handeln!) und bequem durch’s Land. Danach die Sammeltaxis in Thailand insbesondere in Chiang Mai. Flexibel wie ein normales Taxi und dabei günstig wie eine Busfahrt.

Das vermisse ich echt auf der Weltreise…

Auf’s Wochenende freuen und auf den nächsten Urlaub.

Was mir am meisten auf den Keks geht als ‘Weltreisender’…

Das ganze ständige Planen und Buchen von Unterkünften. Kaum ist man irgendwo angekommen, muss man sich schon wieder Gedanken machen, wo man als nächstes unterkommt. Natürlich könnte man es auch lassen und dann mal vor Ort schauen, wo man was Nettes findet, aber auch das kostet letztendlich Zeit und Nerven. Das ist wohl der Preis des Individualreisens.

Was ich am schönsten finde als Weltreisender…

Den Kopf endlich mal frei machen von der Arbeit. Ganz selten kommen bei uns noch Geschichten von der Arbeit zur Sprache. Dabei hat man auch viel Zeit und Gelegenheit sich bewusst zu machen, was man wichtig findet und lernt dabei viele Kulturen kennen, die ganz anders ticken als mal selbst (und trotzdem voller zufriedener Menschen sind – das eigene Lebensrezept ist halt kein Patentrezept für jeden).

Haben wir bisher noch nicht gemacht aber sollten wir noch machen…

Endlich mal mehr treiben lassen und nicht versuchen die maximale Ereignisdichte in eine Woche zu quetschen. Man kann schliesslich nochmal wieder kommen, wenn es gut war und egal was man macht, es bleibt immer das Gefühl, man hätte was nicht gemacht, was man doch hätte machen sollen (eigentlich doch gut, oder?).

Stadt in der wir bisher waren, wo wir Leben könnten…

In Hong Kong war schon mal die Überlegung dar: Ist Hong Kong der Ort wo man leben möchte? Die Frage war halt deshalb spannend, da zum Zeitpunkt, als die Frage aufkam nach Amsterdam zu gehen, da war Hong Kong auch eine mögliche Option. Allerdings haben wir uns doch sehr schnell auf Amsterdam festgelegt und uns nie richtig mit der Option Hong Kong beschäftigt. Fazit nun war: ja es wäre für ein paar Jahre schon o.k. gewesen.

Sieger in dem Auswanderranking ist aber Auckland (bisher!?). Vielleicht lag es an dem Kontrast. Nach Wochen in Asien und einer netten aber durchfrosteten Woche in Peking war Auckland mal was ganz anderes. Das Wetter war gut, der erste Abend in der Hafengegend super und es ist wohl auch viel einfacher sich in einem Land wie Neuseeland vorzustellen, dass man hier einen geeigneten Job findet. Ist halt nur echt weit weg. Auckland hat aber auf alle Fälle einen Platz auf der Liste zukünftiger potenzieller Auswanderziele.

Spannend wird auch noch unser anstehender Besuch in Sydney, da sollte es ja ursprünglich hingehen, bevor Amsterdam zur Diskussion stand. Nur leider hatte sich Katrin’s Arbeitgeber dann entschlossen die Stelle in Sydney nicht mehr zu besetzen.

Guter Tipp an alle Hostelbesitzer der Welt…

Seit so günstig wie in Vietnam und so gut wie in Neuseeland. Aber am wichtigsten ist: Wenn wir kurzfristig anrufen ist die richtige Antwort “Ja wir haben noch ein Doppelzimmer frei”.

Das hätte ich gerne gekauft, passte aber nicht in den Rucksack…

Die kleinen süssen Schweinchen, die in Sapa, Vietnam bei unserer Hikingtour immer wieder zu sehen waren. Die perfekten Hausschweinchen. Hund oder Katze hat doch jeder zweite.

Ein Spruch den wir gelesen haben, der Dir im Gedächtnis geblieben ist…

The safest place for a boat is the harbor, but that is not the place for what it was build for.