Ayuthaya- 'The room is closed for safety reaons' ?!?

Ayuthaya- ‘The room is closed for safety reaons’ ?!?

‘Cockroach paradise hotel’

Wir wollten mal wissen, was so der Unterschied ist, wenn man ein low budget hostel bucht zu unserem normalerweise middle class Hostels. Aus den drei näher in Frage kommenden Hostels in Ayutthaya haben wir uns das günstigste für 10 EUR die Nacht rausgesucht. Auf booking.com hatte es ganz gute Kritiken bekommen und die Note 6.8, was ja eigentlich ganz in Ordnung ist. Nach einer 11 stündigen Zugfahrt von Chiang Mai mit Vollverpflegung inkl. sind wir abends um 20 Uhr endlich in Ayutthaya angekommen.
Der Weg zum gebuchten Hotel…

Das das Örtchen ein bisschen verschlafen ist, merkte man daran, dass außer uns nur noch eine weitere Backpackerin ausgestiegen ist. Da der Weg zum Hostel inkl. kurze Fähre über den Fluß nur 1km entfernt war, sind wir einfach zu Fuß gegangen.

 

Im Lonely Planet haben einige Hotels damit geworben, dass sie Gitterzäune gegen herumstreunende Hunde vor den Hotels gebaut haben. Straßenhunde sind in Thailand eigentlich nichts ungewöhnliches, aber in Ayutthaya gab es ganze Rudel davon. Die Fähre war um diese Zeit auch nicht mehr so gefragt und wir dachten erst, dass sie gar nicht mehr fahren würde, aber nachdem wir ein bisschen unschlüssig davor gewartet haben, kam der Fährschiffahrtskapitän angeschleift. Die Überfahrt war unschlagbar günstig 5 Baht/ Person = 12 Cent. Wir waren froh, als wir nach 500 weiteren Metern das Hostel endlich erreicht hatten, es war nicht gerade eine Lichtermeer von Laternen, was uns auf dem Weg begleitet hat.

Nach dem üblichen Passport zeigen kam aber nicht wie erwartet der Zimmerschlüssel, sondern die ältere Dame hinter der Rezeption holte einen jungen Mann hinzu. Der machte uns nun darauf aufmerksam, dass aus Sicherheitsgründen unser Zimmer nicht mehr zugänglich ist. Da sie ausgebucht sind, hätte er nun kein Zimmer mehr für uns. Er wollte uns das aber gerne persönlich sagen und hat uns deshalb keine EMail geschrieben oder uns angerufen. (??? Warum eigentlich nicht- wäre doch ganz nett gewesen und wir hätten selbst über Alternativen nachdenken können???) Er hat aber schon eine Lösung für uns und hat uns in ein anderes Hostel eingebucht, das sei zwar ein bisschen weit draussen, aber wir würden einen TukTuk Fahrer bekommen, der uns heute hin und morgen früh wieder abholen würde. Außerdem würden wir noch 2 Fahrräder für den nächsten Tag umsonst bekommen. Trotz unseres Studiums, lesen mehrerer Blogs, des Rough Guides und des Lonely Planet’s ist uns irgendwie nicht sofort in den Sinn gekommen, dass andere Hotel erstmal zu googlen, bevor wir uns da hinkutschieren lassen. Wir waren wohl einfach zu müde zum Nachdenken oder haben nicht über andere Alternativen nachgedacht.

…das große Krabbeln beginnt…

Kurzum das andere Hotel war jetzt kein Glücksgriff, die Kakerlaken (und zwar die XL Version nicht die in XS) kamen uns schon auf den Gängen entgegen und in unserem Zimmer gab es ausser uns noch 2 Gekkos und eine Kakerlake die sich vor Marcus Augen von der Badezimmerdecke in den Mülleimer gestürzt hatte. Weitere Inspektionen mit unserer Stirnleuchte ergaben aber glücklicherweise keine weiteren Mitbewohner.

Das Badezimmer haben wir erstmal mit Hilfe der Duschmatte versiegelt, da wir unter der stellenweise heraushängenden Decke noch weitere Mitbewohner vermuteten und wir wollten Nachts keinen weiteren Überraschungsbesuch erleben. Als wir das Hostel nun doch mal gegoogelt haben (Lima Place), waren die Kritiken vernichtend und wir waren nicht die einzigen mit ungebetenen Gästen. Kurzum wir haben schon mal besser geschlafen ;-)…definitiv hatten wir ein paar lessons learned Punkte…

Fazit: Wir gehören doch eher zu der Kategorie der ‘Flashpacker’ ;-).

Im Szenesprachen Wiki haben wir folgende Definition gefunden für einen ‘Flashpacker’, die wohl gut auf uns zutrifft:

- Flashpacker Bedeutung: Backpacker, die erwachsen geworden sind und mittlerweile Geld verdienen aber immer noch gerne individuell reisen; im Gegensatz zum sehr kostenbewußten Backpacker geben Flashpacker gerne Geld für mehr Komfort aus und reisen oft mit Laptop, teurer Kamera und Smartphone.

Ayutthaya nächster Tag…

Wenigstens wurden wir am nächsten morgen vom TukTuk Driver abgeholt und die versprochenen Fahrräder gab es auch umsonst. Das Duschen im Hostel haben wir uns gespart und das hoteleigene Restaurant haben wir auch gleich mal übersprungen.

Um ein bisschen positiver in den Tag zu starten haben wir uns erstmal auf die Suche nach einem netten Frühstück gemacht. Nach einem leckeren Kaffee, frischem O- Saft, Rührei und Toast mit Marmelade sah die Welt schon gleich wieder viel besser aus.

Marcus entwickelt im Urlaub immer einen gewissen faible für Schildkröten und wir müssen immer stoppen und Fotos machen sobald ein solches Exemplar auftaucht. Ist ihm dies noch verwährt geblieben im Zoo von Chiang Mai, (…es gab zwar ein Schild, aber die Schildkröten waren wohl gerade im Wald zum Essen unterwegs) gab es zwei Schildkröten in unserem Frühstückslokal – Fütterung der Raubtiere.

Danach haben wir uns auf unser Fahrrad geschwungen und sind losgeradelt. Ayutthaya ist eigentlich sozusagen das Angkor Wat Thailands mit ein bisschen weniger Tempeln und Besuchern. Ayutthaya war übrigens ein Tip von meinem Bruder, der vor Jahren auch schon mal dort war und uns auch die Erkundung per Fahrrad empfohlen hat.

Der Eintritt in die Tempel kostet jeweils 50Baht. Möchte man alle sehen lohnt sich das Tagesticket für 220 Baht. Die Stadt selber ist umrundet von einem Fluß. Es gibt Tempel die innerhalb der Stadt liegen und solche die außerhalb liegen, so dass man einfach eine Fähre benutzt oder an einer organisierten Bootsfahrt teilnimmt für die äußeren Tempel.

Wat Phra Mahathat Tempel

Dies war der erste Tempel den wir uns angeschaut haben. Am Eingang hat mich aber erstmal die richtige Espressomaschine mit Mahlwerk fasziniert, so dass wir uns erstmal einen leckeren Kaffee gegönnt haben. Die letzten Wochen gab es fast immer nur Pulverkafee mit gesüsster Kondensmilch, so dass die Aussicht auf einen richtig leckeren Kaffee ein Traum war.

Im Wat Phra Mahathat Tempel gibt es einen kuriosen Blick auf den Kopf von Buddha, der aussieht, als ob ihn Tentakel umschlingen.

Anders als in Angkor Wat, wo überall noch Steine rumliegen, da die Anlagen noch im ständigen Aufbau sind, liegen hier keine Steine mehr rum, aber einige der Türme sind in einem Gerüst eingebaut.

 

Wat Phanan Choeng

In diesem Tempel gab es den 19m großen goldenen, sitzenden Buddha zu sehen. Als wir den Raum gerade betreten haben, war gerade eine Messe. Überall in dem Tempel standen kleine Spendenboxen. Neben einer der Boxen hing ein ‘Wanted’ Foto aufgenommen von einer Videokamera von dem Spendenboxendieb.

 

 

 

Fazit

Wäre das Hostel nicht gewesen hätte ich bestimmt noch einen besseren Eindruck von Ayutthaya gehabt. Ich finde es um den Großstadtdschungel zu entfliehen für ein/ zwei Tage eine nette Abwechslung. Durch die verschiedenen Tempelanlagen zu fahren macht auch echt Spass, man kommt sich vor, als ob man ein anderes Jahrhundert betritt.

 

201301ThailandAyuthaya

Created 2013-01-11 15:49:23 +0000

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