Weihnachten in Hoi An

Weihnachten in Hoi An

Nach Motorbike-City (HCMC) und dem vietnamesischen Mallorca (Nha Trang) wurde es nun richtig gemütlich: Hoi An

Bekannt für seine Altstadt, die glücklicherweise den Vietnamkrieg überstanden hat, könnte es richtig idyllisch werden. Nur leider ist doch zuvielen Touristen dies bekannt. Nun wollen wir uns nicht über andere Touristen beschweren, sind ja selber welche, aber die Nebenwirkungen von vielen Touristen: Haufenweise fliegende Händler, die doch etwas penetrant versuchten ihre Waren anzubieten. So schlimm war es nun auch wieder nicht, aber doch etwas mehr als noch in HCMC.

Kleider machen Leute und Leute in Hoi An machen Kleider

Bekannnt ist Hoi An auch als Seidenschneider Stadt, sprich man kann sich vergleichsweise günstig Kleider, Anzüge usw. maßschneidern lassen. Fast jedes zweite Gebäude in der Altstadt beherbergt so eine Schneiderwerkstatt.

Also haben wir uns das auch mal näher angeschaut. Statt sich etwas auf Kleiderständern anzuschauen, darf man durch einen Katalog blättern (eher ein Potpourrie aus Fremdkatalogen) und das ausgewählte Design wird dann nachgeschneidert. Nur funktioniert bei mir Klamotten kaufen nicht so. Ich hab es halt doch gerne etwas mehr zum Anfassen und Anprobieren. Und bei Anzügen wird es da noch schwerer, da ich in den letzten Jahren keinen Job hatte, bei dem ein Anzug nötig bzw. angemessen war und für mich dann doch alles mehr oder weniger gleich aussah. Vielleicht machen wir in China dann noch mal einen zweiten Anlauf zum Maßanzug.

Streetfood vs. Weihnachtsdinner 2:0

Weihnachten muss natürlich was besonderes sein. Richtig deutsche Weihnachten mit Baum, Lebkuchen und Milka Weihnachtsmann war nun für uns nicht möglich. Die angebotenen Weihnachtsspezials bei manchen Restaurant fanden wir aber kostentechnisch auch übertrieben. Am Strassenstand kann man sich für 20.000 Dong (ca. 0,75 €) satt essen und die Weihnachtsspezials kosteten pro Person gut 600.000 Dong…

Etwas mehr als Streetfood sollte es aber schon für Katrin sein, also nahmen wir ein Restaurant mit netter Dachterasse und Aussicht auf den Fluss. Und weil Weihnachten war also auch ein Menü mit einer bunten Auswahl an verschiedenen Gerichten. Hörte sich auch recht gut an und so isst man halt nicht immer das was man eh schon kennt, sondern lernt auch mal neue Dinge kennen. Die Suppe vorweg war lecker, der Fingerfood Teller danach war üppig aber leider kaum ein Gericht noch echt warm und das Nudelgericht danach (bzw. Fleischteller) war eigentlich überflüssig, da wir schon pappensatt waren. So war es auch nicht weiter schlimm, dass es auch wieder kalt serviert wurde.

Viel besser war da unser Streetfood vom ersten Abend. Die ältere Dame sah auch aus als würde sie schon seit Jahrzenten dort an der Strassenecke ihr Essen verkaufen. Wir bekamen gerade noch eine letzte Portion und dann war ihr Essen ausverkauft.

Banh Mi

Gleich zweimal waren wir dann beim “Best Banh Mi in Vietnam”, ein Strassenstand der schon lange gut und bekannt war, aber richtig international bekannt wurde durch den Vietnam Bericht von Anthony Bourdain. Wir hatten einmal ein Banh Mi mit Hühnchen und bei zweiten Mal eins mit Schweinefleisch und Spiegelei. Wobei uns das erste besser gefiel.

Fazit:

Weihnachten hin oder her – einfach lecker an der Strasse essen und mit den restlichen Geld dann noch ein Saigon Bier oder Cocktail trinken ist doch die bessere Alternative.

A day at the beach

Bei den Hotels konnte man wählen zwischen nah am Strand aber 4 Kilometer bis zur Altstadt oder halt anders rum (natürlich gab es auch Hotels die von beidem weit weg lagen). Wir hatten uns zum Glück für die Altstadtlage entschieden. Zum Strand fährt man schliesslich tagsüber, aber abend nach ein paar Bier den Weg zurück zum Strand (mit dem Fahrrad) stelle ich mir nicht so toll vor. Aber die meisten Hotels am Strand sind eh etwas teurer, wer da bleibt hat sicher auch noch Geld für ein Taxi.

Der Strand lohnt sich auch wegen dem Weg dorthin (deshalb sei echt empfohlen sich dafür Fahrräder zu leihen). Auf dem Rückweg hatten wir bei einem der Restaurant direkt am Fluss (oder besser gesagt halb über dem Fluss) halt gemacht. Super relaxt dort zu verweilen und auch das Essen war absolut top.

Das eine Gericht war eine lokale Hoi An Spezialität: Kleine Reisteigtaschen mit Shrimps und Schweinefleisch gefüllt in Form einer Rose.