Unsere Kaffeefahrt zu den Chu Chi Tunnel

Unsere Kaffeefahrt zu den Chu Chi Tunnel

Kim Travel

Im Hostel gab es einen Flyer von der Kim’s Travel Agency, die Tagestrips zu den Chu Chi Tunneln angeboten hat. Wir haben uns für einen Ausflug entschieden, der nicht nur die Tunnel, sondern auch noch einen Tempel und eine Kunstwerkstatt beinhaltete.

Es ging morgens um 8:30 Uhr los und abends sollten wir um 18:30 Uhr wieder zurück sein. Wir wurden mit einem kleinen Minibus direkt vor dem Hostel abgeholt. Nachdem alle Leute eingesammelt waren, hat sich der Guide vorgestellt. Er hatte einen sehr langen Namen, indem wohl auch der Name Lionie vorkam und wir sollten ihn einfach so nennen und für den weiteren Tag seien wir nun die Lionie Richie family. Später stellte sich heraus, dass er auch noch singen konnte. Immer wenn einige etwas weiter hinten waren, hat er den Song ‘Hello, is it me you looking for’ angestimmt.

Er hat sich nicht nur durch seine Gesangskünste, sondern auch durch seinen Humor ausgezeichnet, wobei man manchmal nicht so recht wusste, ob er es nun ernst oder nicht meinte. Am Anfang meinte er, dass wir bis zur Grenze von Cambodia fahren und wir haben es für einen Witz gehalten, da die Tunnel eigentlich nur 60km von Ho Chi Minh City entfernt liegen. Es stellte sich heraus, dass er es damit ernst meinte, der Tempel war nämlich richtig weit weg. Die Buszeit versus Sightseeing Zeit, war ziemlich ungleich verteilt. Wir sassen ungefähr 6 1/2 Stunden um Bus und konnten uns 3 1/2 Stunden etwas anschauen oder Mittagessen.

Update zu den Motorrädern

Ho Chi Minh City hat 9 Mio Einwohner, 5 Mio Motorräder und nur 30,000 Autos. Bei einer roten Ampel dürfen die Motorräder trotzdem noch rechts abbiegen. Und Lionies Tip, wenn es grün ist erst 5 Sekunden warten, bevor man los geht, da die Motorradfahrer bei Kirschgrün noch schnell probieren rüber zu kommen.

Seit ein paar Jahren sind Helme Pflicht. Sie werden wohl nun auch aufgesetzt, sind aber nicht wirklich richtig sicher sondern ähneln mehr einem Cappi aus leichtem Metall. Auf ein Motorrad dürfen offiziell 2 Erwachsene und zwei Kinder sitzen.

Kunstwerkstatt

Der erste Stop war eine Kunstwerkstatt in der von Bildern, über Vasen und Geschirr alles selbst hergestellt wurde. Einige Bilder kamen uns sehr bekannt vor – fast wie bei dem Chinesischen Restaurant um die Ecke zu Hause. Interessant war, dass nicht nur Muscheln für den Koralleneffekt auf den Bildern verwendet wurden, sondern auch Eierschalen.

Besonders beeindruckend waren die riesigen Vasen – aber wer kauft sich sowas und wo stellt man sie dann hin und wie groß müssten dann die Blumen sein, die man dann dort reinstellt – Fragen über Fragen. Wenn man wollte, konnte man sich die Sachen auch nach Hause schicken lassen. Einige Sachen haben uns schon ganz gut gefallen, aber unser Container ist einfach jetzt schon zu voll;-)


Der Tempel dessen Namen wir vergessen haben

Als wir den Tempel betraten, fand gerade eine Messe statt. Interessanterweise findet die Messe für 3 Religionen gleichzeitig statt – Buddhismus, Thaoismus und Katholizismus. Die Priester, die die Religionen vertreten haben, haben unterschiedlich farbige Kutten an (blau, rot und grün). Die Gläubigen sind alle in weiss gekleidet. Frauen sitzen im linken und Männer im rechten Teil der Kirche. Dann gibt es noch die Damen, die eine gelbe Binde tragen, die wissen mehr Bescheid und korrigieren zwischendurch die anderen, wenn sie falsch stehen. Leider gab es keine Führung, so dass die verschiedenen Rituale für uns ein Rätsel blieben.

Mittagessen

Das Mittagessen war ein bisschen ungewürzt, aber das Lokal sah ganz nett aus mit Baumhäusern als Sitzplätzen, wobei wir im ‘normalen Bereich’ sassen.


Chu Chi Tunnel

Das Highlight des Tages. Um 15 Uhr erreichten wir sie endlich. Vorher sind wir angeblich durch den Dschungel dorthin gefahren, na ja es sah mehr nach schlechter Strasse und ein paar Bäumen rechts und links aus, als nach Dschungel aber was soll’s. Wir haben auch Kautschukbäume gesehen. Der Stamm wird spiralförmig um den Baum herum eingeritzt und es hängt eine kleine Schüssel dran um den Kautschuk aufzufangen.

Das gesamte Tunnelsystem erstreckt sich auf 200 km, teilweise über 3 Ebenen, bis zu 10 m unter der Erde, auf 200 qm verteilt und einige Ausgänge waren am Saigon Fluss. Als Tourist kam man einen Tunnel ausprobieren der 100 m lang ist, aber zwischendurch auch Ausstiegslöcher bietet. Für die Touristen haben sie die Tunnel extra schon breiter gemacht (80 cm).

Kleiner Gastbeitrag von Marcus

Nachdem ich dachte, dass die ganze Besichtigung durch die Tunnel führen würde, ging es hier also echt unter die Erde. Vorher gab es einige Übertagestationen, wo zum Beispiel Fallen zu sehen waren oder ein alter US Panzer, der einer Miene zum Opfer gefallen war.

Hundert Meter hört sich eigentlich nicht echt spektakulär lang an (Katrin ist da sicher anderer Meinung). Also rein in den Geschützbunker und dann gleich nochmal ein paar Treppenstufen runter. Vor uns lief sogar ein Guide mit. Ich war so Nummer fünf oder sechs in der Reihe.

Weiter links um die Ecke und… nochmal ein paar Stufen weiter runter. Der Tunnel ist zwar extra etwas breiter gemacht, aber umdrehen ist trotzdem keine Option. Nach wenigen Metern, dann der erste Stau. Scheinbar hatte vor mir doch bereits jemand etwas Panik bekommen. Die Vorstellung das vor mir jemand eine Panikattacke bekommt und umdrehen nicht möglich war, fand ich aber selber nicht so prickelnd und nahm wie fast alle anderen den ersten Ausgang. Wir hatten aber auch zwei Helden im Team, die bis zu Ende durchgelaufen sind.

Streetfood

Es ist immer wieder erstaunlich wie viel leckerer und preisgünstiger, das Essen ist, was man an den kleinen Strassenläden kaufen kann. Bevor es zum Hotel zurück ging haben wir eine Art gefüllten Germknödel mit sehr lecker gewürztem Fleisch und Ei gegessen für 50 Cent.


MiMi’s Backpackerhostel

Uns hat das Hostel, wo wir die letzten Tage übernachtet haben sehr gut gefallen. Es war super sauber, sehr klein und gemütlich (nur 9 Zimmer) und die Besitzer waren immer sehr bemüht und sehr hilfreich. Wir hatten sozusagen das Penthouse Zimmer auf dem Dach. Rundherum verglast – aber leider kein Glas, wo man durchschauen konnte, sondern mehr so Milchglas. Es gab eine Klimaanlage, ein leckeres Frühstück und WLAN. Das Hostel hat erst dieses Jahr aufgemacht. Es war zentral gelegen, aber ein bisschen versteckt in dem Gassengewirr.

Da es dieses Jahr aufgemacht hatte, sollten wir den Besitzern versprechen ein Bild von uns vor dem Hostel Schild auf Facebook zu posten… das machen wir doch gern – Voilá :-)…. hier schon mal das Bild…da Facebook in Vietnam gesperrt ist, müssen wir es später hochladen…


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Created 2012-12-20 13:35:54 +0000

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