I'm walking in the rain, just walking in the rain...

I’m walking in the rain, just walking in the rain…

Katrin wollte schon in Edinburgh ihre neue Hightech-Regenjacke ausprobieren, aber erst in Glasgow war es dann soweit (und dann gleich den ganzen Tag). Erst dachten wir noch, dass wir in der Galery of Modern Art den Regenschauen überbrücken konnten.

Glasgow hat uns aber auch trotz des Regens gut gefallen. War mehr Stadtflair als Edinburgh und einfach mehr Leben in der Stadt. Ist schon verständlich das die einen Glasgow mögen und Edinburgh ‘drie keer niks’ finden und die anderen es genau anders herum sehen. Natürlich sind viele Ecken noch etwas herunter gekommen, aber dieser Kontrast macht doch gerade den Reiz aus.

Um doch noch das Beste aus dem Tag zu machen, haben wir uns dann ein Ticket für den ‘Hop on, hop off Sightseeingbus’ gekauft.

1. Hop off: The Barras

Im Stadtführer klang es ein bischen wie der Albert Cuyp Markt. Alte Marktstände wo man alles mögliche kaufen könnte. Das beste war aber schlicht: es war überdacht. Der Touri-Guide im Bus scherzte dann auch noch, dass man hier nachmittags gut sein am Vormittag geklautes Fahrrad wieder zurück kaufen könnte. Scheint also auch bei den Glasgow’ern nicht ganz so eine gutes Ansehen zu geniessen.

2. Hop off: The Science Center

Um mal wieder eine Amsterdamer Parallele zu legen: Dies war nun das Nemo, nur halt mit schicken Titandach. Wenn es nicht schon in einen Stunde geschlossen hätte, ware es vielleicht eine Option gewesen, aber so schauten wir uns nur ein paar Aussstellungsstücke im Eingangsbereich an. Wir waren erst so gegen 13 Uhr in der Innenstadt angekommen, da wir in Shawlands, wo unsere Gastgeber wohnten, eine Stunde lang auf den Zug warten mussten. So relativert es sich schnell wieder, dass die Fahr nur 10 min zur Glasgow Central dauerte.

 

3. Hop off: Glasgow University und Kelvingrove Art Gallery and Museum

Mit Kultur wurde es also nichts mehr, da waren wir einfach zu spät dran. So war das nächste Ziel der von Walton empfolender Pub im West End. Eine ziemlich nette Ecke.

Die Glasgow University sieht schon sehr beeindruckend aus und schien auch etwas mehr Geschichte erlebt zu haben, als meine Uni in Hamburg-Harburg. Auch die Kelvingrove Art Gallery sahen wir nur von aussen, auch wenn diese nach der Beschreibung von unserem Couchsurfer Host sicher einen Besuch wert gewesen wäre. Naja ein Tag für Glasgow ist halt doch etwas wenig. Statt Kultur gab es dann etwas Zeitgeist. Zweimal ein Pint um genau zu sein, so hiess das Bier was wir im DrewDog tranken. Die Kneipe hatte gut ein halbes Dutzend Hausmarken, mit zum Beipiel einem Bier mit 43% alc. Super zu empfelen waren auch die Burger.

 

Zurück in die Vergangenheit

Glasgow begann schon einen Tag vorher, als wir bei unseren zweiten Couchsurfing Hosts ankamen: Walton und Talitha. Ein Paar aus Südafrika, das nun bereite sieben Jahre in Schottland lebt.

Abends schauten wir mit den beiden “Searching for Sugar Man” im Kino. War eine Dokumentation über einen amerikanischen Musiker , der in eigenen Land erfolglos blieb, aber skuriler Weise in Südafrika einer der der einflussreichsten Musiker war und das ohne dass er selbst davon wusste. Erst mehr als zwei Jahrzehnte später gelang es ein paar Südafrikaner ihn ausfindig zu machen… und auch von der Umsetzung eine echt gute Doku.

2012-08_Scotland_Glasgow

2012-08_Scotland_Glasgow

Created 2012-08-05 22:49:03 +0000 (06.08.2012, 47 Fotos)